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Susanne Stenmans verlässt Kervenheim ! - 2009

Schade!

Unser Kommentar zum Weggang von Susanne Stenmans nach Kevelaer

 

Dem Potthaus-Verein, mit seinem Vorsitzenden Ernst Umbach, ist seinerzeit ein wirklich großes Projekt gelungen. Aus einer heruntergekommenen, leerstehenden und halbverfallenen Ruine so ein wunderschönes Haus zu bauenist eine Leistung, die hohe Anerkennung verdient. Das Haus wurde erstmalig im Jahre 1733 urkundlich erwähnt. Es wieder so aufzubauen bedeutet zunächst eine große Portion Mut und dann sehr viel Arbeit und hohen persönlichen Einsatz.  Es hat sich gelohnt, entstanden ist ein wahres Meisterwerk.    

Seit 4 Jahren lebt und arbeitet Töpfermeisterin Susanne Stenmans in diesem Schmuckstück am Ortseingang von Kervenheim. Sie wäre auch sehr gerne hier geblieben, weil sie das Potthaus und damit auch Kervenheim als ihre Heimat empfunden hat. Hier wollte sie mit ihrem Mann Franz leben, alt werden und arbeiten so lange es geht. Das war ihr Traum, der jetzt leider ausgeträumt ist.

Der Unterschied zwischen einem Traum und einem Ziel ist die Tat.

Susanne Stenmanns wollte etwas tun, wollte Sicherheit und ihre Zukunft planen. Man hat sie nicht gelassen! Es gab Querelen mit dem Vermieter, dem Potthaus-Förderverein.

Und jetzt geht sie!

 

WIR fragen: Warum?

War sie zu kreativ? Künstler sind meist kreativ und das ist gut so. Man soll sie nicht stören, sich nicht in ihre Arbeit einmischen oder ihnen vorschreiben was sie zu tun haben. Das ist nicht die Aufgabe des Vermieters. Susanne Stenmans hat mit ihrer Energie, ihren Ideen und mit ihrer Begeisterung für hochwertige Keramikkunst das Potthaus zu dem gemacht, was es heute ist; ein absolut positives Aushängeschild für Kervenheim. Professionell hat sie geplant und ihre Pläne meisterhaft und erfolgreich umgesetzt. War sie dem Förderverein zu dominant, zu selbständig? Susanne Stenmans weiß was sie  will und sie sagt das auch. Aber gibt ihr der Erfolg nicht auch das Recht dazu?! Auftretende Probleme sind für Sie positive Herausforderungen.

War die Eigendynamik des Hauses und seiner Mieterin „dem Macher“ zu viel?

Warum lässt man sie nicht einfach arbeiten. Das sie dies hervorragend kann, hat sie mehrfach bewiesen! Osterwiese, Weihnachtsausstellung, Keramikkunst bei Nacht, Künstler-Tage, alles Veranstaltungen, die weit über Kervenheims Grenzen bekannt wurden. War es nötig, sich ständig einzumischen? Ja, sogar Einfluss auf die Auswahl der Aussteller des Töpfermarktes nehmen zu wollen? Gut, der Förderverein ist der  Veranstalter des Töpfermarktes, aber sollte man sich da nicht auf den künstlerischen Sachverstand und die Erfahrung der Töpfermeisterin verlassen?

Warum hat man ihr Kaufangebot nicht akzeptiert? Gab es dieses utopische Gegenangebot eines unbekannten Dritten wirklich? Das Frau Stenmans dauerhaft sicherstellen wollte, im Potthaus zu bleiben ist nachvollziehbar. Ihre Pläne, den Steinofen in Dauerbetrieb zu nehmen, ein Atelier anzubauen, warum gab es keine Unterstützung? Fragen über Fragen, die sich nicht nur viele Kervenheimer derzeit stellen. Mit diesen Fragen wird sich der Förderverein in der Zukunft zwingend befassen müssen. Denn mit Susanne Stenmans geht bereits die zweite Töpferin wegen ständigem Ärger mit dem Vermieter. Das verlangt nach einer Erklärung!

Susanne Stenmans sagt: „ Noch nie in meinem Leben habe ich mich so zuhause gefühlt, wie hier in Kervenheim. Es tut mir in der Seele weh, das Potthaus und sein wunderschönes Umfeld zu verlassen.“ Der Schreiber dieser Zeilen hat nicht den   geringsten Zweifel an der Echtheit, der Wahrheit dieser Aussage und mit diesem Eindruck steht er sicherlich nicht allein.         

War das nötig? Ein wenig Kompromissbereitschaft wäre hier sicherlich angebracht gewesen. Mit Susanne Stenmans kann man reden. Ernst Umbach und sein Förderverein hat es nicht getan. Die Türen waren weit offen, die Chancen waren da. Jetzt ist es leider zu spät. Susanne Stenmans verlässt Kervenheim, der Kaufvertrag für das eigene Haus in Kevelaer ist unterschrieben.

WIR sagen: Schade, sehr schade!

Obwohl wir sie liebend gerne hier behalten hätten, wünschen wir Susanne und Franz Stenmans, dass sie in ihrem Haus in Kevelaer alle ihre Träume in die Tat umsetzen können.  Wir sind sicher, sie schaffen das und Ärger mit einem Vermieter werden sie dort nicht haben, soviel steht fest. Hier bleiben wird der von ihr geschaffene Froschbrunnen an der Fleuthbrücke unterhalb der Burg. Den hat sie übrigens den Kervenheimern nur zum Selbstkostenpreis berechnet.

Wir wünschen auch dem Potthaus-Förderverein ganz viele gute Ideen. Die werden sie auch dringend brauchen und in die Tat umsetzen müssen. Diese Aufgabe zu erfüllen wird schwer, sehr sehr schwer. WIR hoffen für Kervenheim und das Potthaus, dass dies funktioniert.

Misserfolg ist die Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Wer alleine arbeitet, addiert. Wer zusammenarbeitet, multipliziert

Ernst Umbach und seine Vereinsfreunde sollten dies in ihre Überlegungen einbeziehen.    

 

Willi Scholten                                                    Hans-Bernd Wessels

(Vorsitzender)                                                  (Pressesprecher)

   
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